Unser Auftrag ist es, dieser Ausgangslage konstruktiv zu begegnen. Eine große Hilfe dabei ist die Orientierung an der herausragenden Persönlichkeit und dem besonderen Wirken des Namensgebers unserer Schule:
Alexander von Humboldt
lebte im Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert, wäre aber problemlos auch gut in unserer Zeit zurechtgekommen, denn er war jederzeit offen für Neues.
So gab er die Sicherheit seines Berufs als Oberbergrat im preußischen Staatsdienst bereits 27-jährig auf, um die Tropenwelt Amerikas zu erforschen.
Sein Ziel war es dabei nie, Wissen anzuhäufen, sondern das Wissen über Länder und Kulturen einer möglichst breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen und nutz-bar zu machen.
Humboldt war davon überzeugt, dass seine Erkenntnisse nicht endgültig seien, er galt als selbstreflexiver, moderner und beweglicher Geist.
Daraus ergeben sich für uns auf der Grundlage der oben ausgeführten Ausgangslage folgende Leitlinien für unser Arbeiten:
• Lernen ist Entdecken,
wofür wir Neugier und Offenheit für Neues wecken und erhalten wollen.
• Wissen soll nicht isoliert vermittelt werden,
sondern wir wollen es einbinden in ein Gesamtbild von Mensch, Gesellschaft und Umwelt. Projektunterricht ist eine Möglichkeit, diese Einbindung zu leisten.
• Selbstständigkeit und Selbstverantwortung
wollen wir altersangemessen in der Gestaltung des Lernens zielgerichtet aktivieren.
• Globales Denken
wollen wir durch Aufzeigen von Zusammenhängen und die Untersuchung anderer Sichtweisen anbahnen.
• Nachhaltiges Handeln
wollen wir fördern und orientieren uns an den 17 Zielen für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.
• Der Respekt zwischen den Kulturen
ist für unser Arbeiten in unserer Schule essentiell. Unsere Offenheit schließt Kritik auf der Basis der Menschenrechte nicht aus.
• Der Respekt gegenüber der Freiheit des Menschen
selbst zu entscheiden, wie er leben und was er sein möchte, wird von uns jederzeit eingefordert. Für jede Person an der Schule wird diese Freiheit ermöglicht.
• Unterschiedliche Meinungen,
sofern sie auf der Grundlage der freiheitlich-demokratischen Grundordnung basieren, werden von uns nicht nur geachtet, sondern auch gesucht. Der eigene Standpunkt, die eigene Persönlichkeit und der Umgang mit Emotionen können sich nur in der diskursiven Auseinandersetzung mit anderen entwickeln.
• Partizipation und gelebte Demokratie
sind zentrale Werte unserer Schulgemeinschaft. Wir ermutigen alle an Schule Beteiligten zu Engagement und Kooperation, um unsere Schule ak-tiv mitzugestalten.
• Begabungsförderung
im Sinne der Förderung der allgemeinen oder spezifischen Entwicklungs-potenziale und Talente, selbst wenn sie sich (bisher) nicht im Leistungs-verhalten abbilden, und Kinder dabei in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu begleiten, ist unser Anliegen und verstehen wir als unsere Aufgabe.
• Lernen ist mit Anstrengung verbunden
Das Erreichen des Abiturs als formales Ziel unserer schulischen Ausbildung fordert diese Anstrengung von jedem einzelnen. Gleichzeitig wollen wir immer wieder die intrinsische Motivation unserer Schüler:innen aktivie-ren, um das positive Erleben von Anstrengungsbereitschaft auch aus ganz persönlichem Interesse möglich zu machen.
Durch die Verwirklichung dieser Grundsätze streben wir danach, das Alexander-von Humboldt-Gymnasium zu einem Ort des Lernens, der Begegnung und des Wachstums zu machen, an dem jede Person die Chance hat, ihr volles Potenzial zu entfalten und sich zu verantwortungsbewussten und einfühlsamen Persön-lichkeiten zu entwickeln.